Top 5: Fünf Songs …

… bei denen im Auto unterwegs auf keinen Fall eine rote Ampel im Weg stehen darf:
(Weil nichts mehr nervt, als an der falschen Stelle anhalten zu müssen. Kein Stöckchen sondern selbstgemacht und ab jetzt mit wechselnden Themen in loser Reihenfolge.)

1. Foo Fighters – New way home
(Album: »The colour and the shape«; 1997)
Die Stelle ab 2:04, als der Track nach kurzer Stille mit leisen Akkorden und geflüstertem Text zurück kommt und sich langsam in eine ekstatische Hymne steigert. Unschlagbar, wenn der Regen nachts gegen die Scheibe prasselt. Repeat, repeat and repeat again!
»Im not scared, I felt like this on my way home
Im not scared, I pass the boats and the kingdome
«
( http://youtube.com/watch?v=0Eb1Fq2Yx-8
»New way home« live in Montreal (YouTube), der beste Part beginnt bei 2:45.)

2. Chicane – Saltwater (Original)
(Album: »Behind the sun«; 2000)
Chicane/Nick Bracegirdle ist Gott. Oder zumindest ein naher Verwandter. Der Song für eine Fahrt in die aufgehende Sonne, vorzugsweise am Meer, mit dem Surfbrett auf dem Dach (… und wenn nur imaginär).
Irgendwann 1996 sah ich auf MTV das Video zum Chicane-Song »Offshore« und danach sagte der Moderator mit andächtig ruhiger Stimme »And if you decided to buy just only one CD this year – buy this one!«. Er hatte zweifellos recht, für mich bis heute das beste Trance/Ambient Projekt ever. »Saltwater« setzte dann einige Jahre später noch einen drauf. Der Track interpretiert zum Teil einen 80er Song der irischen Gruppe »Clannad«, die man hierzulande hauptsächlich durch den Soundtrack zur Fernsehserie »Robin Hood« (Hauptdarsteller Michael Pread, erscheint dieser Tage auf DVD) kennt. Chicane hat dabei speziell die mystischen Stimmen übernommen. Ganz groß!
( http://www.lifeofamodel.com/teknic_chicane.html
Bericht vom Videodreh mit »Saltwater« YouTube-Clip)

3. Prodigy – Climbatize
(Album: »The fat of the land«; 1997)
Das Album, an dem Prodigy sich messen lassen müssen und das sie nie wieder erreichen werden. »Climbatize« ist eigentlich der unspektakulärste Track auf der CD, instrumental, ohne die fiesen Shouts von Keith Flint, der »Breathe« und »Firestarter« vom selben Album so groß gemacht hat. Aber »Climbatize« rollt, grooved, ohne zu viel Tempo aber mit dem Drehmoment eines 6 Meter hohen Grubentrucks. Relaxte Beats mischen sich mit reichlich Percussion, einigen orientalisch anmutenden Klängen und sparsamen Synthie-Einsatz. Damit cruised man in lauen Nächten bei offenem Fenster über regennasse Straßen durch die Stadt. Und wenn’s nicht lau ist, who cares?
( http://youtube.com/watch?v=SaMAmvv6FME
»Climbatize« als Homebrew-Videoclip zu Szenen aus »Final fantasy« (YouTube)).

4. Van Halen – Feelin’
(Album: »Balance«; 1995)
Jepp, Stadion Rock und ebenfalls jepp, Van Halen muß man nicht unbedingt mögen. Auch ok, sie hatten 1995 den Zenith lange hinter sich. Trotzdem, Eddie van Halen zieht vermutlich noch mit 2 Flaschen Jack D. intus auf der Gitarre alles ab, was nicht mindestens Vai oder Satriani heisst. Und der Groove, der sich in Feelin’ nach 3:01 entfesselt, Hölle! Bitte, Endlosschleife!
( http://youtube.com/watch?v=5xf81TeM6T8
»Feelin’« live ‘95, Toronto (YouTube). Monstergroove ab 2:58 (… der Drummer mit Halskrause gibt dem ganzen allerdings einen Touch von Spinal Tap).

5. Pantera – Mouth for war; A new level; Walk
(Album: »Vulgar display of power«; 1992)
Wenn gar nichts mehr geht dann geht immer noch auf die Fresse, und das fängt hier im wahrsten Sinne schon beim Cover an. Gesamtkunstwerk, auch weil die Songs perfekt zusammen passen, speziell die o.g. ersten drei, welche auch live (gesehen Februar 1993 im PC69, Bielefeld) in dieser Reihenfolge gespielt wurden. Die unterarmdicken Arterien am Hals von Sänger Anselmo hat man in der letzten Reihe noch gesehen. (Hab ich mir sagen lassen, ich war ja vorne. Waagrecht mit den Händen ans Absperrgitter geklammert in der Druckwelle schwebend, die da von der Bühne kam.)
Der Soundtrack fürs Auto, wenn die einzige Alternative darin besteht, ein großes Stück aus dem Lenkrad zu beissen.
( http://youtube.com/watch?v=fqzZoAu3XsM
»Mouth for war« bei YouTube)

Was sind eure Songs fürs Auto, bei denen nichts im Weg stehen darf?

14 Kommentare, Comment or Ping

  1. Marmion, Schöneberg (ein bisschen mehr als die Hälfte nach unten scrollen). Knapp zehn Minuten Vollgas.

  2. Meine Top5:

    1.) AC/DC: Rock ‘N’ Roll Damnation
    2.) Motörhead: I Am The Sword
    3.) ZZTop: Sharp Dressed Man
    4.) Metallica: Blitzkrieg
    5.) Therapy?: Screamager

    Obwohl ‘ne Top5 hier eigentlich gar nicht ausreicht…

  3. 1) Mother Tongue – Burn baby (Mother Tongue)
    2) Rory Gallagher – A million miles away (Irish Tour ‘74)
    3) Pothead – The long road (live in Berlin)
    4) Michael Hedges – Two Days Old (Live on the double planet)
    5) A perfect circle – The package (Thirteens step)

  4. Nuttin but a g-thang / Snoop & Dre
    99 Problems / Jay Z
    Through the wire / Kanye West
    Ambitions as a ridah / Pac
    Freddy´s Dead / Curtis Mayfield

    … und noch bestimmt 495 andere.

  5. Telegraph Road & Brothers In Arms/ Dire Straits
    Da Juchitzer/ Hubert von Goisern
    Five Miles Out/ Mike Oldfield
    Sweet Sixteen/ Billy Idol

    (Ja, ich weiß – ich bin da ein bißchen in der Zeit stehengeblieben. Da stehe ich aber gern & dazu.)

  6. @ nolookpass: Hört sich sehr interessant an. Leider funktionieren die Downloads auf der Seite (im Moment?) nicht.

    @ all: Danke für den Input, sehr interessante, unterschiedliche Sachen dabei. Habe mal in meinen Archiven & beim Online-Händler meines Vertrauens gestöbert.

  7. Meine Top Five…da gibts so viele:

    1. “what a Feeling” aus Flashdance

    2. “When the rain begins to Fall” von ??

    3. “Ich bin ich” Rosenstolz

    4. “She’s a Lady” von Tom Jones :-) )

    5. “Tonight” von Reamon

    zum Beispiel..

  8. Wie gesagt, es geht nicht um die Top 5 Lieblingssongs sondern um die Tracks, bei denen man unbedingt in Bewegung bleiben muß, wenn man sie im Auto hört. Wenn der Groove synchron zum Takt des Motors läuft, die ganze Karre mit dem Bass vibriert und man – je nach Laune und Playlist – durch die Nacht brettert oder entspannt in die Sonne cruised. Wenn alles passieren darf, nur kein Stau und keine rote Ampel. Und wenn – fahr ich weiter!

    (Dieses “Ich bin ich” übrigens, ich bin ja nun beileibe kein Rosenstolz-Hörer, aber das ist exakt das Lied, das im Radio lief als ich Mitte Mai den Transporter beim Umzug meiner Exfreundin fuhr und Sie mich winkend auf der A7 in ihrem Golf überholte. Ich wurde in dem Moment ziemlich nachdenklich, das Lied beschreibt ja auch so eine Art “Neuanfang”, es alleine schaffen zu wollen/müssen. Eine Faust in meinem Magen damals, bild ich mir heute ein. Oder auch nicht.

  9. Das sind tatsächlich meine In-Bewegung-Top-5 *Beitrag richtig verstanden auf die eigene Schulter klopfend* ;-)

    Das Lied geht auch darum zu sich selbst zu finden, denke ich mir immer..auf jeden Fall drehe ich dann immer laut auf, singe noch lauter mit und drück ein klitzkleines bisschen auf die Tube..
    Manchmal verbindet man Lieder mit Situationen, für Deine Situation war es vielleicht das falsche Lied..für mich ist es oft das richtige Lied..

  10. @comsmomente:

    Wenn es sich dabei um die Originalversion handelt, dann ist “When the rain begins to Fall” von Pia Zadora und Jermaine Jackson sein… Sollte es eine Coverversion sein, dann kenne ich sie nicht ;)

  11. es sollte viel mehr top5 listen geben.

  12. @ cosmomente: Sorry, hatte ich zunächst falsch verstanden ;) . Das angesprochene Lied ist auf jeden Fall ein ganz spezielles, ich denke Du liegst mit Deiner Deutung ziemlich richtig.
    Chilibean hat recht, »When the rain begins to fall« ist im 1984er Original von Pia Zadora und Jermaine Jackson. Ist dann in den 90ern öfter gecovert worden (Pappa Bear feat. Van Der Toorn, Megara Vs. DJ Lee, Xtm & DJ Cjucky Presents Annia, Nouky, Future Pop, LTJ Experience feat. Joe Bataam, Age Pee, Axel Konrad, …. – http://gracenote.com findet da einiges).

    @ Lu: Genau! Ich hab da auch schon einen Plan … ;)

  13. @ker0zene: Ob Lieder richtig oder falsch sind oder auch was sie bedeuten, kann sich ja auch manchmal von Situation zu Situation ändern
    :-)

    @Chilibean: Natürlich das Original! Eindeutig…*roooarrrh-auf-die-Tube-drückend*

  1. Paderborn to be wild - 30. Aug. 2006

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