Missile launched

Dieses Gefühl, einen Brief abgeschickt zu haben, der einschlagen wird wie eine Bombe. Der Moment, in dem man losläßt, wenn der Umschlag tonnenschwer in den Postkasten rutscht und die Dinge ihren Lauf nehmen. Der letzte Akt nach allem grübeln, formulieren, nachdenken. Unbeeinflußbar, unumkehrbar. Mund auf und Druckwelle erwarten.

8 Kommentare, Comment or Ping

  1. Oha, das klingt spannend und desaströs zugleich.

  2. Kündigung oder Beziehungskiste?

  3. Wer sich hier ein bißchen durchliest, weiß die Antwort. Und Rubrik-Titel geben manchmal auch leise Hinweise.

    @Ker0zene: hinzu kommt noch das Ausrechnen, wie lange er unterwegs sein, wann eingeworfen und wann geöffnet wird. (Ich kenne das. Von Ihnen jedoch mal wieder vortrefflich in Worte, ganz leise, gepackt.)

  4. Kim P. Ossible

    Sehr treffend formuliert! Das Warten ist meiner Meinung nach aber das schlimmste…

  5. @ creezy: Der Vorgang war eigentlich erstmal entspannend – wenn die Kugel den Lauf verläßt ist es mit dem Denken getan (… ich bin ja Hobby-Fatalist). Spannung nun jetzt ob der zu erwartenden Reaktion, das auf jeden Fall.

    @ mt: In diesem Fall zwei Mal nein. Etwas zwischenmenschliches zwar, aber nicht auf Beziehungsebene.

    @ Budenzauberin: Für heute ausnahmsweise keine Aufarbeitung seelischen Exbeziehungsmülls (und ich werd’ doch keine ganze Kategorie für eine einzige Frau … ähem, …). Es gibt ja noch andere Bereiche, wo sich jemand rücksichtslos verhält, oder fahrlässig mit Gefühlen anderer umgeht, sich nicht seiner Verantwortung stellt oder einfach zu viel unausgesprochen blieb, was gesagt werden mußte. Ich kann da schlecht den Deckel draufhalten, auch wenn es manchmal lange kocht. Und irgendwann setzt man sich dann einfach hin, nimmt einen Stift und spielt den Ball weiter.
    Und neben dem Überlegen, wann das Ding denn nun ankommt ist da noch diese kitzelige Sache mit dem Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Post. Und ob der Briefträger den richtigen aus vier schlecht beschrifteten Kästen findet …

    @ Kim: Ich sehe es so, das mein Zug gemacht ist. Ziemlich deutlich, es bleibt ja sonst doch zu viel unausgesprochen oder beliebig interpretierbar. Was nun kommt, wäre im Grunde sogar egal, weil für den Moment und von meiner Warte aus alles gesagt ist. Aber man würde sich natürlich belügen, wenn man behauptete, nicht auf ein Echo zu warten.

  6. Noch kein Echo übrigens, Stille auf allen Kanälen. Ob wohl gerade auf Tauchfahrt die Uboote in Stellung gebracht werden?

  7. Irgendwann werden sie auftauchen müssen.

  8. Ja, irgendwann wird die Luft knapp.

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