Warum ich Blogs lese – II.

Julie Paradise – Es war einmal

(…) Im Wohnzimmer der Mutter fanden sich tausende von anderen Büchern, weniger bunt, wüst gestapelt und unverständlich, aber nie furchteinflößend, denn was sie nicht zu begreifen vermochte, erklärte man ihr, behutsam aber ehrlich. Und so wuchs dieses Mädchen heran, wurde krank und gesund und wieder krank, wurde glücklich und gebrochen und rappelte sich auf, öffnete und verschloß sich, um irgendwann zu wissen, was gut für sie war und nur noch wenige Dummheiten zu begehen. (…)

dieJulia.net – Grant, aber nicht Hugh oder Cary.

(…) Als kurzer, aber trügerischer Lichtblick erwies sich die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn, doch wurde zu meiner großen Enttäuschung kein Schwarzfahrer erwischt. Und im Supermarkt stand ich dann als letzte hinter einer langen Schlange aus Großeinkäufern, die sich allesamt nicht gewillt zeigten, mich vorzulassen. (…)

The diary of Kitty Koma – Bewerbungen

(…) Da ist der Stuntman, der eine laminierte Mappe abliefert: Er mit Knarre und Anzug, er mit Zigarre, er mit Weib im Arm, der meint, das was die können, die er doubelt, kann er auch. Der grauhaarige Dressman mit dem jugendlichen Gesicht, der endlich gern mehr als Versicherungswerbespots drehen will. Die sechzehnjährige, kacknaive Göre aus der sächsischen Provinz, schwarzgefärbtes Haar, zwei Zentimeter straßenköterblond nachgewachsen, ein lustiges Pummelchengesicht mit smokey eyes, das versucht, wie ein Vamp zu kucken und eher wie die Schwester von Ronald McDonald aussieht. Der schwule Musicaltänzer mit dem existenzialistischen Gesichtsausdruck, dem auch der Vollbart, den er neuerdings trägt, nicht zu den harten Männerrollen verhelfen wird. Castingsshow-Nomaden, die sich nach dreimaligem Mitwirken in Reality-Formaten, die am Vorabend auf SAT1 laufen, Schauspieler nennen und nach Hollywood wollen, dabei sind und bleiben sie ewig die zu stark gebräunten Diskothekengänger aus Wanne-Eickel. (…)

Niemandsdinge – Rettet Josef!

Er weinte erneut. “Herje..Herje..also Josef ist nun ohne Kopf..aber was kann ich nun für dich tun?” “Er hielt mir ein kleines Taschentuch hin.” Da..da ist er drin..der Kopf. Mama war echt sauer…und sie hat gesagt..ohne Josef gibt es keine Krippe. Und ohne Krippe können wir Weihnachten auch gleich sausen lassen.Aber..aber..es muss doch Weihnachten geben.”

Ein Kommentar, Comment or Ping

  1. Irgendwie unfair, daß Du diese Ausschnitte postest. Irgendwann muß ich doch noch mal arbeiten…
    Nein, ich werde mir die Blogs jetzt nicht durchlesen…

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